Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Made for Good – unser Start-up-Programm

Die Deutsche Bank bringt ihr globales Netzwerk und ihre Expertise als Finanzdienstleister ein, um einen nachhaltigen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. In den letzten 20 Jahren haben wir über 150 Mikrofinanzinstituten und alternativen Banken rund 380 Mio. US$ zur Bekämpfung der Armut in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt.

Die Initiativen zur Förderung des Unternehmertums haben bei uns eine lange Tradition. Mit dem Start-up-Förderprogramm Made for Good, das 2016 global ausgerollt wurde, beweisen die Bank und ihre Stiftungen, dass soziale Verantwortung und unternehmerisches Denken gut zusammenpassen. Unter dem Dach von Made for Good unterstützen wir Gründer in der Kreativbranche, Kleinstunternehmer, gemeinnützige Organisationen und soziale Start-ups, die gesellschaftliche und ökologische Probleme angehen, Wege aus der Armut aufzeigen oder die lokale Wirtschaft stärken. Dabei bringen wir gezielt unsere Kernkompetenzen und das Expertenwissen unserer Kollegen ein, die zum Beispiel im Bereich Startups@Germany, unseren Innovation Labs in Berlin, London und im Silicon Valley, oder im Bereich Geschäftskunden tätig sind, und schlagen so die Brücke zwischen Tagesgeschäft und gesellschaftlicher Verantwortung (Shared Value).

Sozialunternehmer tragen mit ihren Geschäftsmodellen wesentlich zur Erfüllung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei – vor allem mit Blick auf die Ziele 8 und 10. Studien belegen jedoch, dass der erschwerte Zugang zum traditionellen Kapitalmarkt den wirtschaftlichen Erfolg von Sozialunternehmern häufig behindert. Über 80 % der Kapitalgeber zögern, diesen Unternehmen in der Gründungsphase Risikokapital zur Verfügung zu stellen. Wenn sie ein hybrides Geschäftsmodell verfolgen, stehen ihnen auch keine öffentlichen Mittel oder Spenden zur Verfügung. Made for Good setzt genau hier an und hilft dabei, die nötigen Ressourcen bereitzustellen, um die Geschäftsidee erfolgreich umsetzen zu können. Es werden Beratung und Coaching angeboten, sowie Zugang zu Netzwerken und Finanzierungsquellen vermittelt.

Regionale Highlights

  • Deutschland: Seit 2006 unterstützt die Deutsche Bank bereits den jährlichen Wettbewerb Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen, der 100 wegweisenden Initiativen, die das Land voranbringen, eine Bühne bietet. Auch die Unterstützung von flüchtlingsorientierten Start-ups steht zunehmend im Mittelpunkt, sei es z.B. bei Ready for Finance, dem Wettbewerb startsocial oder dem 2016 ins Leben gerufenen Wirkungsfonds
  • Großbritannien: Seit 1993 haben die Deutsche Bank Awards for Creative Enterprise effektive Starthilfe für rund 200 Kreativunternehmen geleistet
  • USA: Die Deutsche Bank fördert den Ausbau des Brooklyn Navy Yard in New York und schafft damit neue, besser bezahlte Arbeitsplätze in einem Stadtviertel, das unter hoher Arbeitslosigkeit leidet
  • Thailand: In Partnerschaft mit Peuan Peuan fördern wir ein professionell betriebenes Ausbildungsrestaurant, das Jugendlichen, die auf der Straße leben, berufliche Perspektiven eröffnet
  • Südafrika: Das Alternate Income Generation-Projekt zeigt gemeinnützigen Organisationen Wege auf, wie sie ihre Abhängigkeit von Spenden reduzieren und sich neue Finanzierungsquellen erschließen können

Unser Beitrag zur gesellschaftspolitischen Agenda

2016 ermöglichte die Deutsche Bank die Thomson Reuters-Studie The Best Countries to be a Social Entrepreneur, die weltweit erstmals die Rahmenbedingungen für Sozialunternehmer beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass es weltweit immer mehr Sozialunternehmen gibt: 85 % der Länder verzeichnen ein Wachstum dieses Sektors, an erster Stelle liegen die USA. Dass aber auch Nairobi und Santiago zu den fünf gefragtesten Standorten für Sozialunternehmer zählen, macht deutlich, dass sich die Dynamik nicht auf Industrieländer beschränkt.

Die Deutsche Bank gehört zudem einem Beirat von UnLtd, dem führenden Förderer von Sozialunternehmen in Großbritannien an, um UnLtd dabei zu unterstützen, einen Ausbildungsstandard für angehende Unternehmer zu entwickeln. Dieser soll die praktische und theoretische Ausbildung kombinieren und mit einem anerkannten Zertifikat abgeschlossen werden. Darüber hinaus förderte die Deutsche Bank eine Studie des CSJ, die untersucht, inwieweit gesellschaftliche Ziele zum Geschäftserfolg von Unternehmen beitragen und Best Practice-Beispiele aus Großbritannien vorstellt.

Leistungskennzahlen 2016

Unsere Ziele

  • Weitere lokale Initiativen zur Förderung von Start-ups unter dem globalen Dach von Made for Good bündeln und Projekte entlang festgelegter Kriterien strategisch optimieren
  • Im Austausch mit Experten neue Formate entwickeln, um erfolgreiche Existenzgründungen, die gesellschaftlichen Mehrwert generieren, bedarfsgerecht zu unterstützen
  • Mehr Mitarbeiter dafür gewinnen, Sozialunternehmen mit ihrer Expertise zur Seite zu stehen
  • Kooperationen mit Wissenschaft und führenden Experten eingehen, um die Rahmenbedingungen für Gründer zu verbessern
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