Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Unsere Produktgrundsätze

Unser FairShare™-Prinzip (FairShare) ist seit 2009 fester Bestandteil unseres Geschäfts mit Privat- und Geschäftskunden (PCC). Es trägt dazu bei, dass unsere Produkte und Dienstleistungen auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppen zugeschnitten sind.

Als Teil von FairShare verpflichten uns unsere Produktgrundsätze dazu, dass unsere Produkte

  • Teil der Realwirtschaft sind,
  • dem Einzelnen dienen, ohne die Allgemeinheit zu beeinträchtigen,
  • transparent und verständlich sind und
  • auf diese Weise erkennbaren Kundennutzen schaffen.

Wir bieten unseren Privat- und Geschäftskunden keine Produkte an und beraten zu keinen Produkten, die diesen Prinzipien nicht entsprechen. Zudem schließen wir einige Produkte aus unserer Beratung aus. Dies ist immer dann der Fall, wenn Produkte mit

  • Wetten auf Tod, Krankheit, Invalidität oder Insolvenz,
  • der Herstellung und dem Verkauf von Kernwaffen, Streumunition und Landminen,
  • der Spekulation auf die Knappheit von Nahrungsmitteln,
  • der Förderung oder dem Einsatz von Kinderarbeit,
  • kriminellen Handlungen wie Drogenhandel und Geldwäsche oder
  • der Missachtung der Menschenrechte in Verbindung stehen.

Die Einhaltung unserer Produktgrundsätze ist eine Voraussetzung für die Genehmigung neuer Produkte und Prozesse (New Product Approval, NPA) im Bereich PCC. Im Rahmen unserer NPA-Prozesse überprüfen wir zum Beispiel, inwieweit unsere Vertriebsunterlagen mit den gesetzlichen Vorschriften und unseren Produktgrundsätzen übereinstimmen. Wir überwachen zudem, ob unsere Anforderungen auch während des Produktlebenszyklus beachtet werden. Hierzu haben wir im Jahr 2016 eine Datenbank eingeführt. Bisher mussten wir kein Produkt aufgrund einer Verletzung unserer Produktgrundsätze aus unserer Angebotspalette entfernen.

Zudem stellen wir an alle Kontroll- und unterstützenden Funktionen strenge Anforderungen in Bezug auf die Kontrolle von Risiken und die Beachtung unseres FairShare-Prinzips sowie unserer Produktgrundsätze. Um deren Beachtung gewährleisten zu können, beschreiben wir die Zuständigkeiten und Aufgaben aller Beteiligten genau. Es liegt in der Verantwortung des Divisional Control Officer (DCO), die Einhaltung der Vorgaben zu überwachen. Alle Vorgänge in Zusammenhang mit sogenannten nichtfinanziellen Risiken werden im Global Internal Control Council (GICC) für PCC diskutiert. Das Gremium kann beispielsweise bestimmte Produkt- und Prozessveränderungen oder eine Überprüfung durch Kontrollfunktionen fordern.

Wir richten unsere Beratungsleistungen gezielt an den finanziellen Bedürfnissen und Zielsetzungen unserer verschiedenen Kundengruppen aus. Dies erreichen wir, indem wir

  • einen einheitlichen Ansatz zur Kundenbetreuung im Bereich PCC verfolgen,
  • unsere Berater regelmäßig schulen, um Kreditkompetenzen und Produktwissen auszubauen und sie mit gesetzlichen Vorschriften wie dem Anlegerschutzgesetz vertraut zu machen,
  • durch eingehende Gespräche und mithilfe ausführlicher Erhebungsbögen, die die finanziellen Bedürfnisse unserer Kunden in den verschiedenen Lebensabschnitten identifizieren und eine seriöse Beratung im Finanz-, Anlage-, Spar-, Versicherungs- und Vorsorgebereich bieten, und indem wir
  • Berater durch Produktspezialisten unterstützen, die Produkte individuell an die Finanzbedürfnisse unserer Kunden anpassen können.