Deutsche Bank

Unternehmerische Verantwortung
Bericht 2016

Kampf gegen Bestechung, Korruption und Betrug

Wir tolerieren weder Bestechung noch jedwede Form von Korruption – ganz im Sinne unserer Verhaltens- und Ethikrichtlinie sowie unserer Werte und Überzeugungen und gemäß international geltendem Recht, wie zum Beispiel dem UK Bribery Act aus dem Jahr 2010, dem US Foreign Corrupt Practices Act aus dem Jahr 1977, dem deutschen Strafgesetzbuch und dem Übereinkommen der OECD zur Bekämpfung von Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr.

Mit unserem Kampf gegen Bestechung und Korruption (ABC = Anti Bribery & Corruption) entsprechen wir nicht nur rechtlichen Anforderungen, sondern befolgen auch internationale Standards. Unser ABC-Expertenteam soll

  • das Risiko minimieren, dass unsere Mitarbeiter oder Dritte, die im Auftrag der Deutschen Bank handeln, in Bestechung und Korruption verwickelt werden,
  • den Haftungsumfang der Deutschen Bank im Falle von Bestechung und Korruption so weit wie möglich beschränken und
  • die Reputation der Deutschen Bank schützen und das Vertrauen der Aktionäre stärken, dass die Risiken bezüglich des Geschäftsverkehrs der Deutschen Bank minimiert und die Vermögenswerte der Gesellschaft gesichert werden.

Die oberste Führungsebene der Bank unterstützt die ABC-Richtlinie und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Integrität beruht und von allen Mitarbeitern getragen wird. Jeder einzelne Mitarbeiter ist dafür verantwortlich, Bestechungsfälle und jede Form von Korruption zu verhindern, festzustellen und zu melden. Wir gehen disziplinarisch gegen Mitarbeiter vor, die sich nicht an unsere ABC-Richtlinie halten. Solche Mitarbeiter können auch ihren Arbeitsplatz verlieren. Dritte müssen damit rechnen, dass wir die Geschäftsbeziehung beenden, wenn sie unsere Prinzipien, unsere Regeln oder geltendes Recht missachten.

Regionale Teams sind dafür verantwortlich, dass unsere ABC-Richtlinien umgesetzt werden. Sie analysieren Risiken, entwickeln Kontrollverfahren und wie diese umgesetzt werden. Darüber hinaus konzipieren sie Schulungen und stärken das Bewusstsein der Mitarbeiter für ABC-Themen. Im November 2016 zählten unsere ABC-Teams über 30 Mitarbeiter –mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Betrugsdelikte verhindern

Betrugsdelikte können erheblichen Schaden verursachen – sowohl für die Deutsche Bank als auch für unsere Kunden. Sie können sich negativ auf die Reputation der Bank auswirken oder auch regulatorische und rechtliche Folgen haben. Die Prävention und die Untersuchung von Betrugsfällen tragen daher wesentlich zum Kampf gegen Finanzkriminalität bei. Unsere konzernweite Richtlinie, wie Betrugsdelikte verhindert werden, gilt für alle Mitarbeiter der Deutschen Bank. Wir fordern unsere Mitarbeiter auf, sämtliche bekannten oder vermuteten betrügerischen Vorfälle zu melden. Dazu steht beispielsweise unsere Whistleblower-Hotline zur Verfügung. Wir behandeln sämtliche Meldungen anonym, wenn dies gewünscht wird, und wir ergreifen keine Maßnahmen gegen Mitarbeiter, die in gutem Glauben einen Vorfall melden, auch wenn die Meldung sich als falsch erweist. Außerdem erwarten wir von unseren Partnern, dass sie Kontrollmechanismen gegen Betrugsdelikte etablieren und uns Zugriff auf ihre Aufzeichnungen ermöglichen, sofern diese mit unseren Geschäften verbunden sind. Regionale Expertenteams für den Kampf gegen Betrug und die entsprechenden Untersuchungen sind dafür zuständig, interne und externe Betrugsfälle sowie versuchten Betrug aufzuarbeiten.

Verpflichtende Abwesenheiten vom Arbeitsplatz (Mandatory Time Away) sind ein wichtiges Instrument, unbefugte oder unangemessene Machenschaften von Mitarbeitern in solchen Positionen aufzudecken, die zu großen finanziellen Verlusten sowie erheblichen Reputationsschäden führen können. Die Abwesenheit dient dazu, Mitarbeiter in unternehmenskritischen Positionen von unbefugtem oder unangemessenem Verhalten abzuhalten, das eine ständige Präsenz vor Ort und/oder den Zugriff auf die Systeme der Bank erfordert.

Der globale Leiter von AFC ist verantwortlich für die Bearbeitung von Betrugs-, Bestechungs- und Korruptionsfällen. Ebenso verantwortet er die Einführung von effektiven Maßnahmen, welche "sonstige strafbare Handlungen" verhindern und das Unternehmensvermögen schützen.