Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Gesundheitsmanagement

Unser Angebot für Mitarbeiter (ohne Postbank) umfasst auch medizinische Vorsorgeuntersuchungen. Die Untersuchungen decken alle relevanten Bereiche der Vorsorge ab: physisches und psychisches Wohlergehen, Fitness und Ernährung. Unsere Auswertungen zeigen, dass sich diese Vorsorgeuntersuchungen positiv auf die Fitness, den Blutdruck und die Ernährungsgewohnheiten auswirken und zum Verzicht auf Nikotingenuss beitragen. Darüber hinaus unterstützt das Employee Assistance Program (EAP) Mitarbeiter in schwierigen Situationen in ihrem Privat- oder Berufsleben. Vertrauliche Hotlines mit Psychologen oder Psychotherapeuten bieten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Beratung. Wir machten außerdem am World Mental Health Day am 10. Oktober 2017 an verschiedenen Standorten auf das Thema Mental Health in the Workplace aufmerksam.

Gesundheits- Check-up

Mit dem Check-up-Programm bieten wir allen Mitarbeitern der Bank ab dem 40. Lebensjahr sowie allen Führungskräften der oberen beiden Managementebenen altersunabhängig eine intensive physische und psychische präventivmedizinische Untersuchung an. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 3.741 Untersuchungen durchgeführt (2016: 4.601; die Teilnahmequote betrug 48,7 % beim Check-up 40+ (2016: 59,9 %) und 52,3 % beim Check up für Führungskräfte (2016: 50,8 %). Unsere Auswertungen zeigen, dass sich wesentliche Gesundheitsparameter (z.B. Blutdruck, Cholesterin, Rauchabstinenz, Ernährung, Fitness) bei den Teilnehmern nachhaltig verbesserten.

Mitarbeiterberatungsprogramm

Das Mitarbeiterberatungsprogramm unterstützt Mitarbeiter mit psychosozialen Problemen und steht allen Mitarbeitern in Deutschland offen. In den vergangenen Jahren nutzten dies durchschnittlich 1,4 % der Mitarbeiter – und damit ähnlich viele wie bei anderen Kunden des beauftragten Dienstleisters (Neufälle 2017: 383; 2016: 452). Die Restrukturierungen des Jahres 2016 führten zu einem Anstieg von 9 % im Vergleich zu 2015. Für das Jahr 2017 verzeichneten wir einen Rückgang von 15,4 % im Vergleich zu 2016. Am Ende des individuellen Beratungsprozesses erhöhte sich die Quote der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer von 32 auf 65 % (Kategorien: von dem Problem nicht mehr/nur noch leicht beeinträchtigt). Zwei Drittel aller Fälle haben primär einen privaten Hintergrund.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX ist seit jeher ein Bestandteil unserer Gesundheits- und Arbeitskultur. Die Bank möchte die Bedeutung des Themas als ein wichtiges Instrument der betrieblichen Beschäftigungssicherung und -förderung unterstreichen. BEM richtet sich an alle Mitarbeiter, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Ziel des BEM ist es, ausgehend von der individuellen Situation des Mitarbeiters, gemeinsam frühzeitig zu klären, wie ein Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gut gelingen kann. Die Maßnahmen der Wiedereingliederung sind vielfältig. So gehört zum Beispiel die von vielen Ärzten und Krankenkassen empfohlene stufenweise Wiedereingliederung (sogenanntes Hamburger Modell) dazu, das heißt ein schrittweises Heranführen an die volle Beschäftigungsfähigkeit. So gliederten wir im Jahr 2017 429 Mitarbeiter stufenweise wieder ein (2016: 549).

Die Postbank hat ein eigenständiges integriertes betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut. Sie stellt ein vielfältiges Angebot bereit, das von individueller Beratung zu spezifischen Gesundheitsfragen über kurze effektive Übungseinheiten am Arbeitsplatz bis hin zu individuellen und dauerhaften Kursangeboten mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten reicht. Auch eine kostenlose Grippeschutzimpfung gehört dazu. An den 13 Großstandorten der Postbank gibt es zentrale Ansprechpartner Gesundheit, die Beratung und konkrete Hilfe vermitteln.