Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Vergütung und Zusatzleistungen

Vergütungsrahmenwerk

Als Teil der Umsetzung der Strategie 2020 haben wir mit Wirkung ab 2016 ein neues, weltweit gültiges Vergütungsrahmenwerk eingeführt. Die Neuordnung der Unternehmensstruktur im März 2017 hat keine größeren Änderungen des Vergütungssystems bewirkt. Unser neues Vergütungssystem galt in Deutschland zunächst für unsere außertariflichen Mitarbeiter und unsere wesentlichen Tochtergesellschaften (ohne Postbank). 2017 haben wir es weiter umgesetzt und es gilt nunmehr in Deutschland auch für kleinere Einheiten und vor allem für die große Gruppe der tariflichen Mitarbeiter. Mit der neuen Struktur und den Referenzquoten für das Verhältnis von fixer zur variabler Vergütung je nach Verantwortungsstufe und Geschäftsbereich oder Infrastrukturfunktion haben wir einen transparenten Vergütungsansatz geschaffen. Dieser beteiligt alle Mitarbeiter unmittelbar am wirtschaftlichen Ergebnis der Bank und verknüpft Leistung und Vergütung stärker miteinander. Die variable Vergütung setzt sich aus der Gruppenkomponente für alle Mitarbeiter und –je nach Geschäftsbereich und Hierarchieebene des Mitarbeiters – aus der individuellen Komponente oder der Anerkennungsprämie (Recognition Award) zusammen. Ein Ergebnis dieses neuen Vergütungsrahmenwerks ist, dass wir für einen Teil der Mitarbeiter keine variable Vergütung mehr diskretionär ermitteln, sondern diese auf Basis des Ergebnisses des Konzerns einheitlich nach globalen Leistungsindikatoren wie unten beschrieben festlegen.

Nachdem der Vorstand im Jahr 2016 beschlossen hatte, die variable Vergütung deutlich zu kürzen, und neben der Gruppenkomponente lediglich Mitarbeiter der unteren Hierarchieebenen eine individuelle variable Vergütung erhielten, konnte für das Jahr 2017 wieder ein höherer Gesamtbetrag der leistungsabhängigen variablen Vergütung unter Verwendung aller variablen Vergütungskomponenten zur Verfügung gestellt werden, mit dem die nachhaltige Leistung der Mitarbeiter honoriert werden konnte.

Die Struktur der Gruppenkomponente blieb im Jahr 2017 unverändert. Sie bemisst sich weiterhin an dem nachhaltigen Fortschritt bei den vier Erfolgskennzahlen: harte Kernkapitalquote, Verschuldungsquote, bereinigte Aufwendungen sowie Eigenkapitalrendite nach Steuern. Im Verlauf des Jahres 2017 verzeichneten wir Fortschritte auf dem Weg zu den gesetzten Finanzzielen. Der Vorstand hat daher zur prozentualen Abbildung der zurückgelegten Wegstrecke zum Ziel eine Höhe von derzeit 55 % festgelegt. Diese Quote diente als Basis für die Ermittlung der individuell gewährten Gruppenkomponente für jeden berechtigten Mitarbeiter.

Für die individuelle Komponente haben wir, basierend auf den Ergebnissen des Konzerns und des jeweiligen Geschäftsbereichs, divisionale Budgets in der Größenordnung der jeweiligen Referenz- und Erwartungswerte zur Verfügung gestellt und unter Berücksichtigung der individuellen Leistung verteilt.

Insgesamt beträgt der Gesamtbetrag für die leistungsabhängige variable Vergütung für 2017 damit 2,2 Mrd. € (dies beinhaltet die individuelle Komponente und die Gruppenkomponente der variablen Vergütung sowie die Recognition Awards). Die variable Vergütung für den Vorstand der Deutschen Bank AG ist nicht enthalten, da diese separat von unserem Aufsichtsrat festgelegt wird. Verglichen mit 2016 ist die fixe Vergütung für 2017 leicht um 4 % von 8,3 Mrd. € auf 8,0 Mrd. € gesunken.

Altersversorgung

Mit einer Ausfinanzierungsquote von 98 % zum 31. Dezember 2017 erreichte die Bank im Jahr 2017 das Ziel, ihre Pensionsverpflichtungen zu 90 bis 100 % auszufinanzieren. Im Jahr 2016 (97 %) handelte es sich hierbei um den höchsten Ausfinanzierungsgrad eines DAX-30-Unternehmens. Vor dem Hintergrund des andauernden Niedrigzinsumfelds hat die Deutsche Bank in Deutschland begonnen, den Aufbau von Pensionsanwartschaften beim BVV durch die Leistung eines Zusatzbeitrags zu unterstützen.