Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Vielfalt und Teilhabe

Vielfalt (Diversity) ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg eines global tätigen Unternehmens und somit auch ein wichtiges personalpolitisches Anliegen für die Bank. Wir möchten die am besten geeigneten Mitarbeiter gewinnen, fördern und binden – und das alles unabhängig vom kulturellen Hintergrund, von der Nationalität, von der ethnischen Zugehörigkeit, vom Geschlecht, von der sexuellen Orientierung, von den körperlichen Fähigkeiten, von der Religion, vom Werdegang und der Erfahrung. Unsere Führungskräfte auf allen Ebenen werden geschult und vom Personalbereich dazu beraten, im oben genannten Sinne „vielfältige Teams“ zu fördern, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig respektieren, ihr Potenzial voll entfalten können und so gemeinsam Erfolge erzielen.

Unsere Bank förderte die Vielfalt im Arbeitsumfeld sowie ein respektvolles und vorurteilsfreies Miteinander. Gute Fortschritte konnten wir auch im Hinblick auf ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis verzeichnen. Neben der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zählen die Vielfalt der Kulturen und der Generationen sowie die Chancengleichheit lesbischer, schwuler, bi-, trans- oder intersexueller Mitarbeiter (LGBTI) zu den Eckpfeilern unseres Engagements für Vielfalt und Teilhabe.

Geschlechtergleichheit

Im Jahr 2017 (ohne Postbank) förderten wir erneut gezielt Frauen. Mit einem Frauenanteil von 35 % im Aufsichtsrat zum Jahresende 2017 erfüllten wir die seit 2015 gültige gesetzliche Vorgabe zur Geschlechterquote von 30 % für börsennotierte und mitbestimmungspflichtige deutsche Unternehmen.

Der Aufsichtsrat hatte der Bank bereits 2015 das Ziel gesetzt, bis zur Jahresmitte 2017 mindestens ein weibliches Mitglied in den Vorstand aufzunehmen. Mit derzeit zwei Frauen im Vorstand hat die Bank dies umgesetzt. Zum Ende des Jahres 2017 waren 18,0 % der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands der Deutschen Bank weiblich (2016: 15,7 %). Auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands betrug der Anteil 19,6 % (2016: 19,5 %). Wir haben uns anspruchsvolle Ziele für diese beiden Hierarchieebenen nach Maßgabe der gesetzlichen Anforderungen in Deutschland gesetzt. Mit 17 % beziehungsweise 21 % zum Ende des Jahres 2017 lagen wir gut im Plan.

Im Jahr 2011 verpflichteten wir uns freiwillig, den Anteil weiblicher Führungskräfte bis Ende 2018 weltweit deutlich zu erhöhen. Zwischen 2011 und 2017 ist die Anzahl der weiblichen Managing Directors und Directors um 15 % gestiegen. Im Jahr 2017 betrug der Anteil dieser Mitarbeiterinnen 21,9 % (2016: 21,3 %). Der Anteil der weiblichen Officer belief sich 2017 auf insgesamt 33,3 % (2016: 32,8 %).

Auch im Jahr 2017 war die Deutsche Bank im Bloomberg Financial Services Gender-Equality Index (BFGEI). Der Index enthält Unternehmen, die sich für die Chancengleichheit der Geschlechter einsetzen und stellt Investoren sowie Unternehmen standardisierte Daten bereit: über den Anteil von Männern und Frauen in der Belegschaft, die Personalpolitik der Unternehmen, spezifische Zusatzleistungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über das externe gesellschaftliche Engagement. Die Deutsche Bank ist eines von nur zwei DAX30-Unternehmen, die in diesem weltweiten Index vertreten sind.

Die Postbank hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Dazu hat sie 2012 ein umfangreiches Programm Diversity Management gestartet und 2015 ihre Ziele weiter differenziert. Ende 2017 waren im Aufsichtsrat der Postbank AG 35 % der Mitglieder weiblich (2016: 35 %), im Vorstand (ohne Generalbevollmächtigte) waren es 14 % (2016: 14 %). Der Frauenanteil bei den leitenden Führungskräften im Postbank Konzern ist 2017 erneut um einen Prozentpunkt auf 19 % gestiegen.

LGBTI

Wir engagieren uns für die Belange von LGBTI-Menschen und beteiligen uns an entsprechenden Initiativen. Wir verpflichteten uns als eines der ersten Unternehmen, den UN-Verhaltenskodex gegen die Diskriminierung von LGBTI-Menschen anzuwenden. In Deutschland unterstützen wir explizit das Gesetz, das homosexuelle mit heterosexuellen Paaren rechtlich gleichstellt und eine Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht.

Außerdem organisierte die Deutsche Bank 2017 den Wettbewerb Powering Progress in den USA, zu dem Studenten eingeladen wurden, ihre Leidenschaft für einen gesellschaftlichen Wandel zu zeigen, in dem sie Projekte gestalteten, die den Non-Profit-LGBT-Organisationen bei ihrem Wachstum weiterhelfen sollten.

Wir unterstützten zahlreiche externe Kampagnen und Veranstaltungen. So finden viele Aktionen unter der Leitung oder mit Beteiligung von dbPride statt, dem bankeigenen Netzwerk von LGBTI-Mitarbeitern und deren Unterstützern. Im Mai 2017 zählte dazu der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT), an dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt und der gesamte Vorstand ihre Unterstützung mit Teamfotos zeigten, die sie auf einer Fotowand im Intranet veröffentlichten. Außerdem fanden an verschiedenen Standorten der Bank weltweit Veranstaltungen statt, u. a. wurden Podiumsdiskussionen in Indien, Singapur und London zu LGBTI-relevanten Themen veranstaltet. Die Mitarbeiter der Deutschen Bank und ihre Freunde, Familien und Kunden beteiligten sich weltweit wieder an den Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD), z. B. in Köln, Berlin, New York, Dublin und Manila.

Für unser Engagement erhielten wir 2017 im 15. Jahr in Folge die Höchstwertung von 100 Punkten im jährlichen Corporate Equality Index der Human Rights Campaign.

Außerdem nahmen die Financial Times und OUTstanding, ein berufliches Netzwerk für LGBTI-Führungskräfte, vier Mitarbeiter der Deutschen Bank in ihre Listen für LGBTI-Führungskräfte und hochrangige Unterstützer für 2017 auf. Mit der Aufnahme in diese seit fünf Jahren geführten Listen werden die Leistungen derer anerkannt, die sich für die Integration von LGBTI-Menschen inner- und außerhalb der Arbeitswelt einsetzen.

Die Postbank hat sich mit Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Jahr 2006 verpflichtet, eine offene Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten herzlich aufnimmt und respektiert. Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Alter und Behinderung wird nicht toleriert.

Unterstützung von Mitarbeitern mit Behinderung

Unser Ziel ist es auch, die Teilhabe behinderter Menschen zu unterstützen und zu fördern. Wir möchten schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeitern ermöglichen, uneingeschränkt am Arbeitsleben teilzunehmen. Wir unternehmen viel, um die Rechte von behinderten Menschen, ihre gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Einbeziehung in das Arbeitsleben zu sichern. So wird beispielsweise neben dem bedarfsgerechten, mit individuellen Hilfsmitteln gestalteten Arbeitsplatz auch besonderes Augenmerk auf barrierefreie Gebäudezugänge, Aufzüge, Toiletten und Parkmöglichkeiten gelegt. Neben flexiblen und reduzierten Arbeitszeiten haben schwerbehinderte Menschen die Möglichkeit, sich von Mehrarbeit freistellen zu lassen und pro Jahr sechs Tage Sonderurlaub in Anspruch zu nehmen.

Der Anteil unserer schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter liegt in Deutschland derzeit bei 5,7 % (2016: 5,6 %). Die Vertrauenspersonen schwerbehinderter Menschen und der Personalbereich unterstützen sie.

Gleichzeitig sichern wir Arbeitsplätze behinderter Menschen außerhalb der Bank, indem wir seit vielen Jahren erfolgreich mit Behindertenwerkstätten zusammenarbeiten.