Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Soziale Verantwortung

Unser gesellschaftliches Engagement ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als verantwortungsbewusster und verlässlicher Partner, der den Wandel mitgestaltet. Es bildet Vertrauen, steigert die Identifikation der Mitarbeiter und der Kunden mit dem Unternehmen und stärkt die Reputation der Deutschen Bank – und kann dazu beitragen, materielle Risiken abzuschwächen. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts setzen sich die Bank und ihre Stiftungen weltweit dafür ein, Gemeinschaften und die Wirtschaft vor Ort zu stärken. In den vergangenen zehn Jahren haben wir unsere Projekte laufend überprüft, sie nach wirkungsbezogenen Kriterien strategisch optimiert und sie in drei Handlungsfeldern gebündelt: Bildung, Unternehmertum, Menschen und Gemeinschaften. Die Zahlen 2017 bestätigen unseren Ansatz: Im Berichtsjahr haben wir fast 5,2 Millionen Menschen weltweit mit unserem gesellschaftlichen Engagement (2,1 Millionen) oder unseren Kunst-, Kultur- und Sportprojekten (3,1 Millionen) erreicht. Wir investierten 64,2 Mio. € in diese Initiativen. 17.417 Mitarbeiter (22 % der Belegschaft der Deutschen Bank, ohne Postbank) haben sich in unseren Programmen ehrenamtlich engagiert.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wollen die Vereinten Nationen die größten Herausforderungen angehen, vor denen die Menschheit steht. Unser gesellschaftliches Engagement leistet einen Beitrag zu den UN-Entwicklungszielen: Mit unseren Born to Be-Initiativen unterstützen wir die Ziele 4 („Hochwertige Bildung“) und 5 („Geschlechtergleichheit“), die sich für gleichberechtigte Bildungschancen einsetzen und dabei die Position von Frauen und Mädchen stärken. Sozialunternehmer, die wir über unser Made for Good-Programm fördern, zahlen vor allem auf die Erfüllung von Ziel 8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“) ein. Und unsere Infrastrukturprojekte sowie das Urban Age-Programm der Alfred Herrhausen Gesellschaft tragen zu Ziel 11 bei, also einer sicheren und nachhaltigen Gestaltung von Städten.

Ganz im Sinne des UN-Entwicklungsziels 17 („Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung“) kooperieren wir eng mit relevanten Meinungsführern, Forschungseinrichtungen, anerkannten Institutionen und gemeinnützigen Organisationen wie der London Benchmarking Group (LGB), dem Centre for Social Justice (CSJ) in Großbritannien, dem CECP (Committee Encouraging Corporate Philanthropy) in den USA und PHINEO in Deutschland, um effektive Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Darüber hinaus fördern wir gesellschaftspolitische Forschungsprojekte – so zum Beispiel die Expertenstudie der Thomson Reuters Foundation zu den Rahmen- und Marktbedingungen für Sozialunternehmer oder die Studie der New York University und des Youth Development Institute, die in den USA die Integrationsfortschritte der Einwanderer aus Mexiko analysieren. Mithilfe unserer Netzwerke leisten wir zudem einen Beitrag zur transparenten Wirkungsmessung von gesellschaftlichem Engagement und zu branchenübergreifenden Vergleichen und bauen gezielt eine Brücke zwischen geschäftlichen und gesellschaftlichen Wertschöpfungsketten.