Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Betriebsökologie

Die Deutsche Bank hat aktiv daran gearbeitet, ihren unmittelbaren Einfluss auf die Umwelt durch ihren Geschäftsbetrieb zu minimieren. Wir verbessern unser Umweltverhalten kontinuierlich, nutzen Ressourcen möglichst effizient, setzen die Vorzüge neuer Technologien wirksam ein, optimieren unseren Gebäudebetrieb, reduzieren Geschäftsreisen und verwenden gezielt erneuerbare Energien.

Wir nutzen den internationalen Treibhausgas (THG)-Standard ISO 14064, um THG-Emissionen zu quantifizieren und zu erfassen. Ferner führten wir zur Unterstützung unserer Energiemanagementstrategie den Energiemanagementstandard ISO 50001 in ganz Deutschland ein. Unter Berücksichtigung lokaler Rechtsvorschriften bezüglich der Energieprüfanforderungen befolgen wir zudem die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) an unseren davon betroffenen Standorten in Europa.

Im Zuge der Einführung des Standards ISO 14064 haben wir ein internes Rahmenwerk entwickelt, um die Datensammlung zu steuern und richteten ein Umweltmanagementsystem zur Datenspeicherung ein. Dieses Steuerungsrahmenwerk definiert auch unseren Managementansatz zur Umweltberichterstattung. Mit Blick auf die Veröffentlichung unseres Geschäftsberichts und die Verfügbarkeit von Datenquellen, wie zum Beispiel Energierechnungen, haben wir in begrenztem Umfang Hochrechnungen durchgeführt, um unsere Datensätze zu vervollständigen.

Zusammen mit den anderen Geschäftsbereichen der Bank und unseren Gebäudemanagementpartnern erheben wir Daten aus mehreren Quellen. Dazu gehören Daten, die wir von unseren Energieversorgungsunternehmen und Reiseveranstaltern, aus den Wartungsprotokollen der Technik sowie über Abfall- und Papiermengen beziehen. Unser internes Öko-Leistungs-Managementbüro (Eco-Performance Management Office, Eco-PMO) führt eine jährliche Detailanalyse der Daten durch, um die Leistung von Initiativen entsprechend unserer Zielsetzung auszuwerten und Synergien zwischen unseren verschiedenen Regionen zu nutzen.

Unser Managementansatz zielt auf die Reduzierung der Verbräuche sämtlicher Betriebsaktivitäten ab, indem wir zum Beispiel Energieeffizienz erhöhen, den Energieverbrauch durch neue Technologien verringern und den Betrieb unserer Gebäude verbessern. Wir verfolgen einen vollständigen Lebenszyklusansatz, um sicherzustellen, dass Energieeffizienzkriterien vom Design und der Ausarbeitungsphase, bis zur Beschaffung berücksichtigt werden. Unser Ziel für erneuerbaren Strom ist es, die Versorgung mit erneuerbarem Strom aufrechtzuerhalten, sofern er als Teil eines deregulierten Marktes verfügbar ist.

Wir wollen unseren Stromverbrauch bis 2018 (Beginn 2015) jährlich um 1 % verringern. Im Jahr 2017 haben wir dieses Ziel mit einem Rückgang des Stromverbrauchs um 1,7 % übertroffen und 5 GWh an Energie eingespart. Daraufhin haben wir unser Ziel für 2018 auf 1,5 % angehoben. Zudem haben wir spezifischere Ziele, wie zum Beispiel die Reduzierung des Stromverbrauchs um 2 %, für das Jahr 2018 festgelegt. Wir verfolgen die Entwicklung auf globaler und regionaler Ebene anhand monatlicher Berichte zu unseren Energiezielen, um eine zeitnahe Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen nach Möglichkeit sicherzustellen. Weitere Leistungsberichte für jede Kennzahl befinden sich in den Fußnoten der Datentabellen.

Die Maßnahmen und Initiativen zur Erreichung dieser Ziele wurden bis Ende des Jahres 2017 vollständig etabliert. Sie werden von unserem Eco-PMO gemessen und überprüft. Zudem setzten wir weitere Maßnahmen in anderen Bereichen um. Wir führten zum Beispiel Pull-Printing-Druckmanagementtechnologie ein, um den Papierverbrauch und das Abfallaufkommen zu reduzieren.

Der Vorstand der Bank hat die Aufrechterhaltung der Klimaneutralität bewilligt und beschlossen. Als Teil des ISO 50001 Rahmenwerks erfolgt eine jährliche Überprüfung durch die globale Leitung unseres Bereichs Corporate Services unter Berücksichtigung weltweiter Trends und Entwicklungen. 2017 beschlossen wir, unsere derzeitige Hauptenergiekennzahl (kWh/m2) zukünftig um eine Kennzahl zu erweitern, um auch die Kapazitätsauslastungszahlen (kWh/Mitarbeiterzahl) zu berücksichtigen.

Wir berichten weiterhin über unseren Einfluss auf die Umwelt durch unseren Geschäftsbetrieb, der überwiegend von den betriebenen Gebäuden und Geschäftsreisen stammt. Energie, THG-Emissionen, Wasser, Papier und Abfall sind die treibenden Kräfte hinter den Umwelteinflüssen. Ein wesentlicher Fortschritt wurde auch in der Berichterstattung über Emissionen in der Versorgungskette erzielt, die wir auch dem CDP gegenüber offenlegen.

Als Teil des Energiemanagementrahmenwerks gelten Standardarbeitsanweisungen (Standard Operating Procedures, SOPs), um sicherzustellen, dass wir unsere Sorgfaltspflichten erfüllten. Diese Dokumente stehen allen Mitarbeitern der Bank zur Verfügung. Sie werden über unser Three Lines of Defence (3LoD)-Rahmenwerk überprüft. Unsere Standardarbeitsanweisungen decken zum Beispiel das Betriebsmittelmanagement (Kosten und Verbrauch), das Last- und Kapazitätsmanagement zur Sicherstellung einer angemessen dimensionierten Infrastrukturausrüstung und das Energiemanagement ab.