Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Datenerfassung

Daten über den Energieverbrauch, THG-Emissionen, Abfall, Papier und Wasserverbrauch werden in einer globalen Datenbank (einschließlich der Postbank) konsolidiert, die die Daten der letzten zehn Jahre systematisch analysiert. Werkzeuge in der Datenbank ermöglichen die Analyse von Umweltinitiativen und der Leistungserbringung, zum Beispiel durch das Herausstellen, wie die Verwendung von erneuerbaren Energien die CO2e-Emissionen verringert hat. Das System speichert Daten und verwendet diese, um Abschätzungen über Kennzahlen vorzunehmen, die auf aktuellen Verbräuchen und Trends basieren, so dass die jährlichen CO2e-Emissionen genau kalkuliert werden und CO2e-Zertifikate im angemessenen Umfang gekauft werden können, um unsere Neutralitätsziele zu erreichen. Die Daten umfassen alle Standorte – derzeit mit 87 % unserer CO2e-Emissionen. Es handelt sich dabei um zählerüberwachte oder in Rechnung gestellte Daten. Auf Grundlage dieser Daten wird der Verbrauch für nicht berichtende Standorte extrapoliert, um unseren gesamten Energieverbrauch und unsere THG-Emissionen zu ermitteln. Diese Daten werden dann quantifiziert und in Übereinstimmung mit dem internationalen THG-Standard ISO 14064 berichtet. Abfall-, Papier- und Wasserdaten werden ebenfalls in dieser Datenbank erfasst. Die Zahlen über Kopierpapierverbrauch werden in 17 Ländern, einschließlich Deutschland, Großbritannien und der USA, erfasst und decken 76 % der Angestellten ab. Die Daten über den Wasserverbrauch werden auf Basis der Grundfläche mit realen Wasserverbrauchsdaten für 58 % der Grundfläche rund um die Welt extrapoliert. Vollzeitmitarbeiter (FTE) und Grundflächendaten beziehen sich auf entsprechende jährliche Durchschnittszahlen.

Treibhausgasberichterstattung

Unsere gesamten Emissionen im Jahr 2017 betrugen laut marktbasierter Berichterstattung 226.769 t CO2e. Die gesamten Emissionen aus standortbasierter Berichterstattung beliefen sich auf 433.169 t CO2e. Der Unterschied zwischen Standort- und Marktemissionen von 206.400 t CO2e beruht hauptsächlich auf den Verträgen zu erneuerbarer Energie in den drei größten stromverbrauchenden Ländern, in denen die Bank tätig ist: Deutschland, Großbritannien und den USA.

Das Ausgangsjahr 2007 ist das erste Jahr, in dem wir die am meisten belastbaren und kompletten Daten sowie die Methodologie und Prozesse im Einsatz hatten, um die weltweiten Emissionen der Organisation zu berechnen. Die signifikantesten Änderungen zum Ausgangsjahr resultieren aus den verbesserten Extrapolationsmethodologien. Die marktbasierten Emissionen des Ausgangsjahres betrugen 698.408 t CO2e.

Alle Daten beziehen sich auf 2017 und werden nach Verfügbarkeit zum Berichterstattungszeitpunkt präsentiert. Einige Daten wurden auf Basis des Vorjahres extrapoliert. Änderungen zu den Daten aus dem Jahr 2016 beruhen hauptsächlich auf:

  • Änderungen bei der Emissionsintensität der gesamten Stromerzeugung des Landes (sogenannte grid factors)
  • Aktualisierungen von Energiedaten, falls Daten zum Berichterstattungszeitpunkt im letzten Jahr nicht verfügbar waren,
  • veränderten Annahmen sowie
  • Änderungen bei der Extrapolationsmethodologie.

Umfang des Berichtswesens

Die THG-Berichterstattungsgrenze definiert sich nach dem Ansatz der operativen Steuerung gemäß dem THG-Protokoll und umfasst Unternehmen und Standorte, an denen Mitarbeiter der Deutschen Bank Führungspositionen im Unternehmen innehaben und die Betriebsrichtlinien der Deutschen Bank umgesetzt werden. THG-Emissionen aus Scope 1 stammen aus der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen, eigenen und geleasten Fahrzeugen, und von austretendem Kältemittel aus Kühlanlagen. Scope 2 umfasst gelieferte Energie: Strom, Fernwärme, Dampf und Kühlung. Scope 3 kommt von indirekten Emissionen durch Geschäftsreisen (Flug, Bahn, Taxi, Mietfahrzeuge), wobei die Emissionsquellen von anderen kontrolliert werden.

Wir erstatten Bericht über unsere THG-Emissionen entsprechend der im Juni 2017 veröffentlichten „Scope-2-Richtlinie: eine Ergänzung zum Unternehmensstandard“ des THG-Protokolls. Gemäß der Anforderung für doppelte Berichterstattung zeigt die folgende Tabelle THG-Emissionen vom marktbasierten Ansatz unter Verwendung von zuliefererspezifischen Emissionsfaktoren, Restemissionsfaktoren für nicht-erneuerbaren Stromverbrauch in europäischen Ländern nach dem RE-DISS (Reliable Disclosure System for Europe – ein System zur Offenlegung verlässlicher Daten) oder Faktoren der durchschnittlichen Emissionsintensität der gesamten Stromerzeugung eines Landes.

Emissionsfaktoren

Zu den vertraglichen Werkzeugen, die die spezifischen Emissionsfaktoren für CO2e-freie Zulieferer unterstützen, die von den Ländern mit einer großen erneuerbaren Stromversorgung verwendet werden, gehören: Zertifikate für Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen (Renewable Electricity Certificates, RECs) in den USA und Kanada, Zertifikate über die Herkunft von Energie aus erneuerbaren Quellen (Renewable Energy Guarantees Origin, REGOs) für ausgewählte Standorte in Großbritannien, Ursprungszertifikate erneuerbarer Energie (Guarantees of Origin, GOs) in Deutschland und internationale Zertifikate für erneuerbare Energien (International Renewable Energy Certificates, IRECs) in Spanien. Neben diesen größten Verbraucherländern haben auch eine Anzahl anderer Länder CO2e freie Stromverträge: Österreich, Italien, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und die Schweiz.