Deutsche Bank

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Kampf gegen Bestechung und Korruption

Bestechungs- und Korruptionsrisiken können in unserer täglichen Geschäftsaktivität entstehen. Bestechung bedeutet grundsätzlich, missbräuchlich etwas anzubieten, zu versprechen, zu geben, zu autorisieren, zu akzeptieren oder etwas von Wert an eine andere Person zu geben oder anzunehmen. Korruption umfasst jede Tätigkeit, die den Missbrauch von Position oder Macht für einen unangemessenen persönlichen oder geschäftlichen Vorteil beinhaltet, sei es im öffentlichen oder im privaten Sektor.

Im Einklang mit unserem Verhaltens- und Ethikkodex, unseren Werten und Überzeugungen sowie dem internationalen Recht, einschließlich des UK Bribery Act aus dem Jahr 2010 und des US Foreign Corrupt Practices Act von 1977, verfolgen wir einen Null-Toleranz-Ansatz bei Bestechung und Korruption gemäß dem Strafgesetzbuch und der OECD-Übereinkommen zur Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr. Unser Anti-Bestechungs- und Korruptions-Team (ABC) hat die Aufgabe, die Erfüllung der bankseitigen Verpflichtung zur Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften sowie von Best-Practice-Standards sicher zu stellen. Diese sind:

die Überwachung und Beratung bezüglich der Einhaltung der Gesetze, Vorschriften und internationalen Standards zu Bestechung und Korruption und die laufende Planung und Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Minderung des Bestechungs- und Korruptionsrisikos sowie

  • Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen, um das Bestechungs- und Korruptionsrisiko zu mindern.
  • Unsere Konzernrichtlinie zur Verhinderung von Bestechung und Korruption (Anti-Bribery and Corruption Policy) legt die Mindeststandards für das Verhalten fest, das wir von allen mit der Bank verbundenen Mitarbeitern und Dritten erwarten.
  • Bei allen Neueinstellungen führen wir Zuverlässigkeitsüberprüfungen durch. 2017 haben wir zudem einen überarbeiteten Prozess zur Zuverlässigkeitsprüfung für die aktiven Mitarbeiter eingeführt.

Jeder Mitarbeiter ist für die Vorbeugung, Aufdeckung und Meldung von Bestechung und anderen Formen von Korruption im Zusammenhang mit dem Geschäft der Deutschen Bank verantwortlich. Bestechung und Korruption haben schwerwiegende Folgen für unsere Mitarbeiter und die Bank. Ein Mitarbeiter, der Bestechungsgelder zahlt, erhält oder diesen zustimmt, verletzt unsere Konzernrichtlinie zur Verhinderung von Bestechung und Korruption und verstößt gegen den Verhaltens- und Ethikkodex der Bank. Er begeht eine strafrechtlich oder aufsichtsrechtlich relevante Tat und macht möglicherweise die Bank straf-, zivil- oder aufsichtsrechtlich haftbar – lokal und weltweit. Mitarbeiter können auch zivil- oder strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden, dies beinhaltet Geld- sowie Haftstrafen. Unsere Geschäftsleitung kann strafrechtlich belangt werden und persönlich haftbar gemacht werden, wenn ihr bewusst war, dass eine Bestechung stattgefunden hat oder stattfinden wird, und keine geeigneten Maßnahmen ergriffen wurden, um dies zu verhindern.

Die Deutsche Bank kann die Beziehung zu Dritten, die gegen die Grundsätze und Regeln der ABC-Richtlinie oder der geltenden Bestechungs- und Korruptionsgesetze verstoßen, ebenfalls kündigen.

Zur Umsetzung der Strategie sind unsere regionalen Teams für die Risikoanalyse, die Entwicklung und Überwachung von Kontrollen, Schulungen und Sensibilisierung zuständig.